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cazualnoize in concert   2008

Regionalkultur: 11. Februar 2008 20:2

Das Scala wurde zum Filmstudio
Aufnahmen für DVDs in Wetzikon


 

Am Freitag wurde das Scala in Wetzikon zum Filmstudio. Das junge Rocktrio Cazualnoize liess sein Konzert von einem professionellen Kamerateam aufnehmen.

Manu Gehriger


Mit den Aufnahmen sollen DVDs gemacht werden, und natürlich will man Ausschnitte davon im Internet zeigen, sei es auf www.youtube.com oder dem neuen Schweizer Videoclip-Portal www.luegmol.ch. Im heutigen Musikbusiness muss man multimedial sein, das weiss auch der Musikproduzent, Gitarrist und Sänger Patrick Gleissberg, der den Anlass im Wetziker Scala organisierte.

Darum will er auch keine halben Sachen machen und hat gleich eines der professionellsten Videoteams der Region engagiert, nämlich (Dieter Saxer, cineloft.ch) Martin Reutimanns MKR-Productions aus Winterthur, die im Jahr 2003 den «Zoomaward» für den besten nationalen Videoclip gewannen. Reutimann ist übrigens auch Regisseur beim Schweizer Armeefilmdienst.

Zögernder Start
Für Patrick Gleissbergs junge Band Cazualnoize war dies erst der zweite Auftritt in ihrer kurzen Karriere, kein Wunder also, dass die Musiker ihre Nervosität zu Beginn ihres Wetziker Konzerts kaum verbergen konnten.

Doch Flurin Stauffer am Schlagzeug und Eric Hofmann am Bass und an den Backing Vocals fingen sich bald; und spätestens beim schon fast balladesken «Why you dont wanna be ...» überraschten sie mit einer enormen Dichte in ihren Arrangements.  Ihr Sound-Bild lässt sich am ehesten mit Police vergleichen, und Gleissbergs Habitus ähnelt sogar jenem von Sting. Nicht so aber seine Stimme, die deutlich tiefer und voller ist als die des Police-Sängers.

Hitpotenzial «verspielt»
Gleissbergs ausdrucksstarke Stimme ist ein grosses Potenzial für diese Band. Leider geht sie meistens etwas unter in den oft geradezu monströsen Sound-Experimenten. Es ist eine bekannte Krankheit vieler Schweizer Bands, dass sie vor lauter Sound-Verliebtheit die eigentliche Botschaft ihres Songs vergessen und dadurch deren Hitpotenzial im wahrsten Sinn «verspielen».

Die Basis ist vorhanden, um echte Ohrwürmer aus den bestehenden Songs zu machen, wenn auf viel überflüssigen Schnack wie Intermezzi und Schnörkeln zugunsten des eigentlichen Leads, den man auch mehr als zweimal wiederholen darf, verzichten würde. Das Publikum liess sich aber nicht beirren und verlangte eine verdiente Zugabe vom neuen Stern am Wetziker Pophimmel.

Sad Seagull, die Partyband
Die Nachbarn im Übungsraum von Cazualnoize sind die Mitglieder der Band Sad Seagull. Die «traurige Möwe» spielte vor Jahren noch etwas schwermütigen Blues. Nach etlichen Umbesetzungen in den vergangenen zehn Jahren haben sie sich in der Zwischenzeit nun längst zu einer rockigen, funky Partyband entwickelt.  Sie bedienen ihr begeistertes Publikum mit alten, oft tanzbaren Songs. Ausserdem bereichern sie ihr Programm mit etlichen selbst komponierten Stücken.

Neue Sängerin schreibt Songs
Viele davon schreibt seit rund zwei Jahren die neue Sängerin Sandra Hermann, die sich mit ihrer frischen Stimme ausgezeichnet ins Klangbild der erfahrenen Gruppe einfügt. Auch diese Band enttäuschte ihr Publikum im Wetziker Scala nicht.

 
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